Positive Health - SüdpfalzDOCS als Forschungspraxennetzwerk

 v.l.n.r.: Prof. Dr. Achim Mortsiefer (Uni Witten/Herdecke), Thomas Schmitz (SüdpfalzDOCS/Teampraxis Bellheim), Prof. Dr. Attila Altiner (Uni Heidelberg), Dr. Simon Schwill (Uni Heidelberg), Dr. Jonas Hofmann-Eifler (SüdpfalzDOCS/Arztpraxis Rheinzabern)

Die SüdpfalzDOCS werden Teil eines Forschungsprojekts: die kommenden Jahre soll in einer Studie der Universität Witten/Herdecke, der Universität Essen und der Universität Heidelberg untersucht werden, welchen Einfluss der Ansatz von „Positive Health“ auf das Gesundheitserleben hat.

Positive Health - was ist das? Darunter versteht sich die Idee, Gesundheit als „Fähigkeit, sich angesichts sozialer, körperlicher und emotionaler Herausforderungen anzupassen und selbst zu managen“. Gedanke dahinter ist, dass einige Menschen sich trotz chronischer Vorerkrankungen als gesund bezeichnen - wenn sie den Eindruck haben, dass die Krankheiten sie nicht davon abhalten, ihr Leben so zu leben, wie sie es möchten. Daraus ist ein Beratungsansatz entstanden, bei dem weniger die Krankheit im Mittelpunkt steht, sondern die Patient*innen berichten, was ihnen wichtig ist, was sie davon abhält und wie sie dies erreichen können. Gesundheit wird somit sozusagen als Werkzeug verstanden, um das eigene Leben gestalten zu können.

Forschung in den SüdpfalzDOCS-Praxen? Als Teil des Forschungsprojekts werden 2025/2026 5 SüdpfalzDOCS-Praxen gefunden, in welchen dann das Team geschult wird zum Positive Health-Ansatz und ausgewählte Patient*innen nach diesem Ansatz beraten werden. Hierfür bekommen die Praxen sowohl finanzielle Kompensation als auch Unterstützung durch eine Study Nurse - diese wird dann im Anschluss die Befragung durchführen, bei der evaluiert wird, welchen Einfluss eine solche Beratung darauf hat, ob Menschen das Gefühl haben, Einfluss auf ihre eigene Gesundheit nehmen zu können.

Warum ist das spannend? Das Projekt bietet konkrete Ansätze, die Versorgung in Deutschland zu verändern. Und aufgrund der Förderung durch den Innovationsfond des G-BA stehen dem Projekt nicht nur Fördergelder von 2,5 Mio. Euro zur Verfügung, sondern auch das politische Interesse daran, dass die Ergebnisse tatsächlich auch Einfluss auf die Vergütung der hausärztlichen Versorgung haben.

Aktuell laufen jetzt erst einmal die Vorbereitungen. Ab Sommer 2025 werden die Pläne konkreter, dann werden wir euch nochmal genauer davon berichten und mit euch gemeinsam geeignete Forschungspraxen aussuchen. Wir sind sehr gespannt darauf, was kommt!

– Georg Groß

 
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SüdpfalzDOCs veranstalten ersten Stammtisch für Medizinische Fachangestellte

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PJ bei den SüdpfalzDOCs